Als ich einen Ausflug ins Paradies machte

separator

Koh Phi Phi Don

Mit einem Longtailboot über die raue See viel mehr gehüpft als gefahren bin ich nun auf der Insel Koh Phi Phi angekommen, von der ich schon so viel hörte, wie verrückt diese Insel doch sei.
Ich will mir selbst ein Bild machen.
 DSCN2924 2_Fotor
So steige ich aus, bemerke schnell, dass es auf diese Insel keine einziges motorbetriebenes Fahrzeug gibt. Man geht hier nur zu Fuß oder  mit dem Boot. Gut. Dann also zu Fuß zum Hotel.
Es ist voll, es ist laut, die Luft ist stickig heiß und von Palmenblattrauch getränkt. 
Aus jedem der Läden, die einer nach dem anderen standen, tönte eine andere laute Elektromusik.

Es ist 10 Uhr morgens.

Also gehe ich zu meinem Hotel, dass übrigens mitten und der Partyzone war.
Aber egal. Es gibt eine Klimaanlage.
Ich schaue mir die vollen Straßen an, gehe zum Strand. Es kommt mir ein bisschen vor, wie Ballermann in Mallorca.
So vertreibe ich mir die Stunden bis zum Abend, denn ich wollte mir ja die verrückten Partys hier anschauen, von denen ich schon so viel gehört habe.
Es ist Abend und ich gehe los Richtung Strand,.
Überall am Strand direkt im Sand befinden sich Bars. Eine nach der anderen.
Der Sonnenuntergang ist heute wieder atemberaubend schön.
Es ist dunkel und langsam kommen die Partytiger aus ihren Höhlen, die Musik wird lauter und härter.
Um 20 Uhr beginnen vor jeder Bar teils im Wasser, teils noch im Sand, die Feuershows, bei denen jeweils ein oder zwei junge Männer die brennende Fackel durch die Lüfte wirbelt und versucht, sie wieder aufzufangen, was den meisten auch gelingt.
Der Strand hat sich zu einer leuchtenden Diskothek verwandelt und es sieht wunderschön aus.
Man kann tatsächlich spüren, wie verrückt das alles ist hier. Ganz anders als auf irgendeiner anderen Party, auf der ich je gewesen bin.
Es ist unglaublich.
Bunte Lichter leuchten und spiegeln sich im Meer. Es ist einfach toll hier.
Es sieht wunderschön aus, die Stimmung ist toll.
Es ist spät und es macht in keinster Weise den Eindruck, als ob die Party bald enden würde. Ganz im Gegenteil – läuft.
Die Musik wird immer lauter und die Leute immer besser gelaunt.
Ich beschließe aber, bald ins Bett zu gehen, weil morgen ganz früh mache ich meinen großer Ausflug auf die berühmte Insel Phi Phi Leh zu dem berühmtesten Strand der Welt – dem Maya Bay.

Koh phi Phi Leh

DSCN2903_Fotor

Um 7 Uhr früh werde ich von einem Longtailboot abgeholt, um zu dem berühmten Maya Bay zu fahren, wo einst Leonardo di Caprio den Film The Beach drehte.
Die Fahrt dorthin ist schon der Hammer. Das Meer spielte in seinen schönsten Farben am Rande von meterhohen Felsen und schimmerte im Licht der Sonne.
Wir fahren entlang hoher Felswände, die sich bestens zum Klettern eignen.
Ich sehe viele Höhlen an deren Ende sich eine Oase befindet und das Wasser smaragdgrün wurde.
DSCN3096_Fotor
Ich finde das so atemberaubend schön, aber ich wusste ja nicht, was mich noch erwarten würde.
Langsam fahren wir in die Maya Bay, die wir durch eine enge Einfahrt von hohen Felsen erreichten.
Es sind nur ganz wenig Boote hier. Das Wasser klar und helltürkis, so schön wie in einem Traum.
Man kann ganz klar den Meeresboden sehen.

Es ist ruhig, man hört nur das wehen des Windes und das Rauschen der Wellen, die in der Bucht von hohen Felsen laut hallten.

Ich steige aus und gehe in den dahinter gelegenen Wald und lauschte den vielen Tiergeräuschen, die hier ebenso hallen.
Ich bin allein und es ist ruhig.
Hier also wurde der Film The Beach gedreht. Unglaublich. Es sieht auch so aus wie in dem Film.
Ich bin auf den Spuren Leonardos 😉
Aber es sollte noch besser kommen.
Wir verlassen die Bucht und fahren um die Insel durch das tief türkisblaue Meer. Die Wellen schlagen auf den Felsen auf.
Ich traue meinen Augen kaum, als wir in die Pileh Bay einfahren. Sie ist ebenso durch eine schmale Straße durch die Felsen zu erreichen. Diese Bucht übertrifft alles bisher gesehene in meinem Leben. Sie ist von Schönheit nicht zu übertreffen.
Alle Worte, die ich finde, sind zu wenig.

Es ist wie im Paradies

Friedvoll liegt das kristallklare Meer in ihrer Bucht. Im Wasser spiegelt sich die Sonne und es sieht aus, als würde wir auf Diamanten schwimmen. Das Meer zeigt sich in seinen prächtigsten Farben von hellblau bis kräftiges Türkis bis hin zu den Felswänden, wo sie sich im tiefsten Smaragdgrün spiegelt.

DSCN3300_Fotor
Ich denke, ich bin in einem Traum. Das sieht so unwirklich aus, aber es ist wahr. Ich bin tatsächlich auf einer der schönsten Buchten der Welt.
Ich habe in meinem ganzen Leben noch nie etwas so annähernd schönes gesehen.
Ich möchte hier nie wieder weg.
Ich schnorchle durch das wunderschöne Wasser, erspähe einen kleinen Hai.
Mein Captain sagt mir, das sei ok. Das ist ein Riffhai, der noch ein Baby ist.
Ich frage ihn, wo denn seine Mama sei.
Er sagte nur :“Its ok. She is in the open water!“
Ok gut. Ich glaube ihm halt mal.
Ich genieße die Ruhe, die ich beim schnorcheln habe. Ich höre nichts, ausser meinen Atem.
Meditation.
DSCN2809_Fotor
Nach einer halben Stunde müssen wir schon wieder weiter.
Wir fahren um die Insel, besuchen noch die Affenbucht, in der die Affen sehr zugänglich sind und keine Angst vor Menschen haben.
Sie sehen uns nur etwas komisch an, als ob wir die Attraktion für sie sind.
Das ist sehr lustig anzusehen.
Leider müssen wir aufbrechen und den Weg zurück nach Koh Phi Phi Don nehmen.
Die Wellen sind sehr hoch, die Fahrt ist wild.
Nach 20 Minuten bin ich wieder in der Realität angekommen.
Das war zweifellos einer der schönsten Ausflüge, die ich je gemacht habe.
Und wenn ich könnte, ich würde hier für immer bleiben.
DSCN3061_Fotor
Leider muss ich weiter und werde jetzt 3 Tage auf einer Insel in der Andamanen See relaxen, die der Maya Bay sehr ähnlich ist und werde die Unterwasserwelt erforschen.
Bis bald
Deine Nina